Ralf Tillenburg

Ralf Tillenburg

Allgemeinmedizin  ·  Düsseldorf, Deutschland
Alle Verfahren gewonnen – Bußgelder zu Lasten der Staatskasse eingestellt, Kammerverfahren niedergeschlagen
Fallbericht — Dokumentation

Art der Verfolgung

  • Staatliche Strafverfolgung (zwei Bußgeldbescheide)
  • Kammeranwaltliche Strafverfolgung – Approbationsentzug angedroht, Verfahren später eingestellt
  • Aberkennung des Titels „Akademische Lehrpraxis der Universität Düsseldorf”
  • Öffentliche Diskreditierung (durch Patienten und auf YouTube)

Vorwurf

  • Ordnungsamt: 3.000 € Bußgeld – ohne Maske in der eigenen Praxis
  • Gesundheitsamt: 1.000 € Bußgeld – ungeimpfte Mitarbeiterinnen nicht gemeldet
  • Ärztekammer Nordrhein: Vorwurf eines Verstoßes gegen § 2 Abs. 3 und 5 der Berufsordnung in Verbindung mit der CoronaSchVO – wegen angeblich nicht dem anerkannten Stand der Wissenschaft entsprechender Aussagen in der Praxis und auf der Homepage info-medico.de. Die Kammer forderte ausdrücklich die „umfassende Überarbeitung der Seite oder ggf. deren Abschaltung”
  • Befreiungsatteste wurden zwar ausgestellt – überwiegend für eigene Patienten, gelegentlich auch verweigert –, aber nie zum Gegenstand eines Vorwurfs gemacht

Was ist tatsächlich passiert?

Alle Aussagen auf meiner Homepage info-medico.de waren durch wissenschaftliche Studien gesichert. Ich habe mich streng wissenschaftlich verhalten – exakt so, wie es die Berufsordnung verlangt.

Im April 2020 schrieb ich Briefe an Angela Merkel (keine Antwort) und Armin Laschet (Antwort erhalten). Damals dachte ich noch, die Politik sei lediglich falsch beraten worden.

Ende 2020 begannen die Schikanen seitens der Ärztekammer – zunächst Schreiben an mich, dann an meinen Rechtsanwalt. Nachdem ich jedoch jede einzelne Veröffentlichung auf meiner Homepage durch wissenschaftliche Studien belegen konnte, hörte ich von der Ärztekammer diesbezüglich nie wieder etwas.

Am 23. Februar 2021 wurde mir der Titel „Akademische Lehrpraxis der Universität Düsseldorf” aberkannt – mit der Begründung, ich hätte mich zu sehr an Studien über Masken-Nebenwirkungen orientiert. Zu wissenschaftlich gedacht, könnte man sagen.

Es folgten zwei Bußgeldbescheide: am 14. März 2022 vom Ordnungsamt (3.000 € – ich hatte in meiner eigenen Praxis keine Maske getragen), am 9. Mai 2022 vom Gesundheitsamt (1.000 € – ich hatte meine ungeimpften Mitarbeiterinnen nicht gemeldet). Beide Verfahren wurden zu Lasten der Staatskasse eingestellt – das gegen das Ordnungsamt am 10. Januar 2023, das gegen das Gesundheitsamt am 23. August 2023.

Befreiungsatteste habe ich ausgestellt, überwiegend für meine eigenen Patienten; gelegentlich habe ich sie auch verweigert. Das wurde mir allerdings nie vorgeworfen.

— Ralf Tillenburg

Aktueller Stand

  • Alle Verfahren gewonnen
  • Beide Bußgeld-Verfahren zu Lasten der Staatskasse eingestellt (Ordnungsamt 10.01.2023, Gesundheitsamt 23.08.2023)
  • Ärztekammer-Verfahren mit angedrohtem Approbationsentzug eingestellt, nachdem alle Aussagen wissenschaftlich belegt wurden
  • Aktuell liegen keine weiteren Drohungen vor
Auswirkungen — Dokumentation

Berufliche Auswirkungen

  • Während der Pandemie zeitweise deutlich weniger Patienten – viele konnten meine Haltung nicht ertragen
  • Seit Auftreten der Impfschäden deutlicher Anstieg der Patientenzahlen, da ich als einer der wenigen niedergelassenen Ärzte fundierte Kenntnisse in Diagnostik und Therapie von Impfschäden habe
  • Aberkennung des Status als akademische Lehrpraxis der Universität Düsseldorf

Finanzielle Auswirkungen

  • Keine negativen finanziellen Auswirkungen außer den Anwaltskosten im Ärztekammer-Verfahren
  • Alle übrigen Verfahrenskosten fielen der Staatskasse zur Last

Persönliche Auswirkungen

  • Posttraumatische Belastungsstörung – seither eine deutlich „kürzere Zündschnur”, vor allem aus Wut gegenüber Politik und Medien
  • Bereits das Ausfüllen dieses Fragebogens und das Heraussuchen der Dokumente ließ den inneren Zorn wieder hochkommen

Kollegiale Reaktionen

  • Mehrheitliche Distanzierung der Kollegen; man warnte vor mir

Pressereaktionen

  • Von Presse-Verunglimpfung verschont geblieben – Interview-Anfragen der Mainstream-Presse stets abgelehnt
  • Interviews in alternativen Medien (u. a. AUF1)

Ausblick

Trotz allem würde ich wieder so handeln. Meine Patienten hatten ein Recht auf individuelle ärztliche Beurteilung, und ich hatte die Pflicht, ihnen diese zu geben. Ich wünsche mir, dass diese Dokumentation dazu beiträgt, dass die Öffentlichkeit erfährt, was Ärztinnen und Ärzten in diesem Land widerfahren ist – und dass sich so etwas nicht wiederholt.

Befreiungsatteste stelle ich allerdings nicht mehr aus. Ich habe erkannt, dass die Betroffenen ihre Verantwortung überwiegend auf mich abschieben wollten – und teils immer noch wollen –, damit ich für sie den Kopf hinhalte.

Chronologie

April 2020:
Briefe an Angela Merkel (keine Antwort) und Armin Laschet (Antwort erhalten)
10.12.2020:
Schreiben an Prof. Dr. med. Stefan Wilm, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, mit Darlegung der eigenen wissenschaftlichen Position
Ende 2020:
Beginn der Schikanen seitens der Ärztekammer Nordrhein – zunächst Schreiben an mich, dann an meinen Rechtsanwalt
23.02.2021:
Beendigung der Funktion als Lehrarzt und Aberkennung des Titels „Akademische Lehrpraxis der Universität Düsseldorf” durch Prof. Dr. med. Stefan Wilm (HHU Düsseldorf)
10.03.2021:
Anhörung bei der Ärztekammer Nordrhein
2021:
Nach wissenschaftlichem Beleg aller Homepage-Veröffentlichungen keine weitere Reaktion der Ärztekammer; das berufsrechtliche Verfahren blieb folgenlos
14.03.2022:
Bußgeldbescheid des Ordnungsamts (3.000 €)
09.05.2022:
Bußgeldbescheid des Gesundheitsamts (1.000 €)
10.01.2023:
Einstellung des Verfahrens gegen das Ordnungsamt zu Lasten der Staatskasse
23.08.2023:
Einstellung des Verfahrens gegen das Gesundheitsamt zu Lasten der Staatskasse
Hinweis zur Verantwortlichkeit

Die Angaben in diesem Fallbericht stammen von der betroffenen Person selbst. Die Redaktion prüft, ob eine strafrechtliche oder berufsrechtliche Verfolgung vorliegt; die inhaltliche Richtigkeit jeder einzelnen Angabe kann sie nicht verifizieren. Für die Korrektheit der Darstellung ist die jeweilige Verfasserin bzw. der jeweilige Verfasser selbst verantwortlich.

Name
Ralf Tillenburg
Fachgebiet
Allgemeinmedizin
Zusätzliche Qualifikationen
Schwerpunktpraxis für Impfschäden der Corona-Impfung; TÜV-zertifizierter Wundexperte für chronische Wunden
Besondere Funktionen
Mitglied der DEGUM und DEGAM. Bis 2020 akademische Lehrpraxis der Universität Düsseldorf (Titel im Februar 2021 aberkannt).
Position
Inhaber einer Hausarztpraxis mit rund 1.200 Patienten aus ganz Deutschland
Standort
Düsseldorf, Deutschland
Alter
71 Jahre
Praxis seit
1986
Verfolgt seit
Ende 2020 (erste Schreiben von Ärztekammer sowie Ordnungs- und Gesundheitsamt)
Dokumentiert seit
25.5.2026
Status
Alle Verfahren gewonnen – Bußgelder zu Lasten der Staatskasse eingestellt, Kammerverfahren niedergeschlagen
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