Dr. med. Michel Procureur

Dr. med. Michel Procureur

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde  ·  Fontenay-le-Comte, Frankreich
Erstinstanzlich 3 Jahre Berufsverbot; Strafurteil Mai/Juni 2026 erwartet
Fallbericht — Dokumentation

Art der Verfolgung

  • Staatliche Strafverfolgung
  • Verfahren vor dem Ordre des Médecins (Französische Ärztekammer)
  • Suspendierung der Approbation
  • Kündigung
  • Disziplinarverfahren
  • Öffentliche Diskreditierung

Vorwurf

  • Vorwurf der Ausstellung gefälschter Impfausweise in 89 Fällen – für Familienmitglieder, Patienten und für sich selbst
  • Auslöser war die Anzeige eines Apothekers, bei dem Dr. Procureur Impfstoffdosen bezog
  • Erstinstanzliches Urteil des Disziplinarrats der Vendée: drei Jahre Berufsverbot
  • Strafverfahren der Staatsanwaltschaft mit Hauptverhandlung am 9. März 2026 vor dem Tribunal correctionnel in La Roche-sur-Yon
  • Berufungsverhandlung vor der nationalen Disziplinarkammer in Paris am 17. Februar 2026

Was ist tatsächlich passiert?

Die Beobachtung schwerwiegender Nebenwirkungen hat mich dazu bewogen, meine Kinder und meine Patienten zu schützen, die ihre Arbeit und ihre Rechte verloren. Als Angehörige der Heilberufe waren wir selbst einer Impfpflicht unterworfen. Ich habe mich auf mein ärztliches Urteil und meine Gewissensfreiheit gestützt.

— Dr. med. Michel Procureur

Aktueller Stand

  • Disziplinarrat der Vendée (erste Instanz): drei Jahre Berufsverbot
  • Berufungsverhandlung am 17. Februar 2026 vor der nationalen Disziplinarkammer in Paris stattgefunden – Entscheidung steht aus
  • Strafrechtliche Hauptverhandlung am 9. März 2026 am Tribunal correctionnel in La Roche-sur-Yon stattgefunden
  • Anträge der Staatsanwaltschaft: Bewährungsstrafe und 50.000 € Geldstrafe
  • Krankenkasse als Nebenklägerin: Schadensersatzforderung von 250.000 €. Diese Leistungen (Anordnung von CTs, MRTs, Verschreibung von Hörgeräten) habe ich meinen Patienten verschrieben. Ich habe jedoch kein Geld dafür erhalten, da die Krankenkassen diese Leistungen als illegale Ausübung der Medizin betrachten, da ich nicht geimpft war.
  • Strafurteil voraussichtlich Mai oder Juni 2026
  • Approbation seit Mai 2022 vorläufig suspendiert
Auswirkungen — Dokumentation

Berufliche Auswirkungen

  • Verlust der Praxis
  • Berufsverbot in der Medizin
  • Zerstörung des Lebenswerks

Finanzielle Auswirkungen

  • Vollständiger Einkommensverlust
  • Anwaltskosten in Höhe mehrerer Zehntausend Euro
  • Drohender finanzieller Ruin

Persönliche Auswirkungen

  • Schlafstörungen, depressive Verstimmungen
  • Soziale Isolation
  • Familiäre Belastung

Kollegiale Reaktionen

Einige Kollegen haben sich distanziert, andere zeigen verhaltene Solidarität.

Pressereaktionen

Lokaler Zeitungsbericht mit voreingenommener Darstellung; eine eigene Stellungnahme war nicht möglich. Trotz der Aussagen von Patienten werde ich weiterhin als Betrüger dargestellt.

Ausblick

Ich würde wieder so handeln. Die ärztliche Gewissensfreiheit ist ein fundamentales Gut, das verteidigt werden muss. Ich hoffe, dass diese Dokumentation zur Rehabilitation der verfolgten Ärztinnen und Ärzte beiträgt.

Chronologie

März 2020:
Beginn der COVID-19-Pandemie, erste Patienten bitten um Atteste
Oktober 2020:
Zunehmende Anfragen nach Maskenbefreiungs‑ und Impfbescheinigungen
Mai 2022:
Vorladung zur Gendarmerie nach Anzeige eines Apothekers, bei dem ich Impfstoffdosen bezog
Mai 2022:
Eröffnung eines Strafverfahrens durch die Staatsanwaltschaft
Mai 2022:
Vorläufige Suspendierung der Approbation durch den Ordre des Médecins
Mai 2022:
Arbeitsausfall von einem Tag auf den anderen, Annullierung mehrmonatiger Sprechstunden und geplanter Eingriffe
September 2023:
Erste Anhörung vor der Disziplinarkammer der Ärzte
2024 oder 2025:
Erstinstanzliches Urteil des Disziplinarrats der Vendée: drei Jahre Berufsverbot
17. Februar 2026:
Berufungsverhandlung vor der nationalen Disziplinarkammer in Paris
9. März 2026:
Strafrechtliche Hauptverhandlung vor dem Tribunal correctionnel in La Roche-sur-Yon. Antrag der Staatsanwaltschaft: Bewährungsstrafe + 50.000 € Geldstrafe; Krankenkasse fordert 250.000 € Schadensersatz
Mai oder Juni 2026:
Strafurteil erwartet
Weitere Informationen

Weiterführende Berichterstattung

Die MWGFD berichten ausführlich über den Fall Procureur – mit detaillierter Schilderung der Verteidigungsstrategie, der Anhörungen in Paris und La Roche-sur-Yon und des juristischen Umfelds.

Hinweis zur Verantwortlichkeit

Die Angaben in diesem Fallbericht stammen von der betroffenen Person selbst. Die Redaktion prüft, ob eine strafrechtliche oder berufsrechtliche Verfolgung vorliegt; die inhaltliche Richtigkeit jeder einzelnen Angabe kann sie nicht verifizieren. Für die Korrektheit der Darstellung ist die jeweilige Verfasserin bzw. der jeweilige Verfasser selbst verantwortlich.

Name
Dr. med. Michel Procureur
Fachgebiet
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Zusätzliche Qualifikationen
Kopf-Hals-Chirurgie, Behandlung von Schwerhörigkeit
Besondere Funktionen
Niedergelassen und klinisch tätig in der HNO-Heilkunde
Position
HNO-Arzt mit eigener Praxis in Fontenay-le-Comte (Vendée) seit 1990. Schwerpunkt: Kopf-Hals-Chirurgie und Behandlung von Schwerhörigkeit.
Standort
Fontenay-le-Comte, Frankreich
Alter
67 Jahre
Praxis seit
1989
Verfolgt seit
Mai 2021
Dokumentiert seit
25.4.2026
Status
Erstinstanzlich 3 Jahre Berufsverbot; Strafurteil Mai/Juni 2026 erwartet
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