Ich habe alle 55 Patienten persönlich untersucht und die Atteste auf Grundlage medizinischer Befunde (u.a. COPD, Asthma, Angststörungen) ausgestellt. Die Atteste entsprachen meiner ärztlichen Überzeugung und dem Genfer Gelöbnis.
Erstinstanzliches Urteil: 18.477,65 € bzw. 180 Tage Haft
Ich musste meine Praxis schließen und habe keine Zusatzeinkünfte durch regelmäßige Dienste in der Notarztpraxis und Bereitschaftsdienste mehr gehabt (durchschnittlich fast 30.000 €/Quartal), was für mich sehr bitter war, weil ich gerade ein größeres Bauprojekt in Angriff genommen hatte.
Ich habe keinen Anwalt bemüht und bin auch zu keiner Gerichtsverhandlung gegangen, weil das eine Einlassung beeutet hätte.
Ich hatte keine Beührung mit der Presse, hielt mich jeweils meist unter
dem Radar.
Trotz allem würde ich wieder so handeln. Meine Patienten hatten ein Recht auf individuelle ärztliche Beurteilung, und ich hatte die Pflicht, ihnen diese zu geben. Ich wünsche mir, dass diese Dokumentation dazu beiträgt, dass die Öffentlichkeit erfährt, was Ärztinnen und Ärzten in
diesem Land widerfahren ist – und dass sich so etwas nie mehr wiederholt.
Die Angaben in diesem Fallbericht stammen von der betroffenen Person selbst. Die Redaktion prüft, ob eine strafrechtliche oder berufsrechtliche Verfolgung vorliegt; die inhaltliche Richtigkeit jeder einzelnen Angabe kann sie nicht verifizieren. Für die Korrektheit der Darstellung ist die jeweilige Verfasserin bzw. der jeweilige Verfasser selbst verantwortlich.
Fall #0026
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Fall #0024
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Fall #0029
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