Dr. med. Carola Javid- Kistel

Dr. med. Carola Javid- Kistel

Allgemeinmedizin  ·  Duderstadt, Deutschland
Verurteilt zu 1 Jahr und 2 Monate auf Bewährung, totales Berufsverbot
Fallbericht — Dokumentation

Art der Verfolgung

  • Staatliche Strafverfolgung
  • Kammeranwaltliche Strafverfolgung
  • Approbationsentzug / -ruhen seit 2024
  • Berufsverbot seit 2024
  • Disziplinarverfahren (Ärztekammer)
  • Praxisdurchsuchung (insgesamt 5 Mal)
  • Öffentliche Diskreditierung
  • Exil in Mexiko seit 2022 (mit Unterbrechung vom 1.12.2023 bis Ende Februar 2024 wegen Inhaftierung und Prozess)
  • Inhaftierung in Zürich und Schwäbisch Gmünd 1. – 12.12.23

Vorwurf

  • Ausstellung angeblich unrichtiger Gesundheitszeugnisse gem. § 278 StGB.
    Vorwurf: 16 Maskenbefreiungsatteste mit persönlicher Untersuchung bei angeblich unzureichender Diagnose ausgestellt.
  • Ausstellung von Impfunfähigkeitsbescheinigungen
  • angebliche Volksverhetzung
  • Beamtenbeleidigung von Polizisten bei der Praxisdurchsuchung
  • üble Nachrede gegen einen Impfarzt in meinem Heimatort

Was ist tatsächlich passiert?

Ich habe alle 16 Patienten (für die Maskenatteste) und auch alle Patienten für die Impfunfähigkeitsbescheinigungen persönlich untersucht und die Atteste auf Grundlage medizinischer Befunde (u.a. COPD, Asthma, Angststörungen, Impfschäden etc.) ausgestellt. Die Atteste entsprachen meiner ärztlichen Überzeugung und dem Genfer Gelöbnis.

Ich habe insgesamt natürlich sogar weit mehr als die o.g. Atteste ausgestellt, da ca. 80 bis 90 Prozent meiner Patienten Kinder und Jugendliche waren, die diese Atteste sehr dringend benötigten, um gesundheitlichen Schaden von ihnen abzuwenden!

— Dr. med. Carola Javid- Kistel

Aktueller Stand

  • Erstinstanzliches Urteil: 1 Jahr und 2 Monate auf Bewährung, rechtskräftig seit Ende Februar 2024
  • Bewährungszeit insgesamt 3 Jahre
  • 1000,00 Euro Geldstrafe (gezahlt an das Kinder‑ und Jugendhospiz Göttingen)
  • totales Berufsverbot durch Stilllegung meiner Approbation im Frühjahr 2024
Auswirkungen — Dokumentation

Berufliche Auswirkungen

  • Praxis musste geschlossen werden
  • Kein Einkommen seit März 2022
  • Vollständiges Berufsverbot

Finanzielle Auswirkungen

  • Anwaltskosten bisher ca. 50.000 €
  • Verlust des Praxiseinkommens (ca. 6000 €/Monat brutto). Ersparnisse aufgebraucht.
  • Seit Frühjahr 2022 keine weiteren Zahlungen mehr an die Ärzteversorgung Hannover möglich, dadurch später enorme Einbußen bei der Rente.

Persönliche Auswirkungen

  • Schlafstörungen, depressive Episoden
  • Angststörung
  • Sozialer Rückzug nach negativer Medienberichterstattung
  • Soziale Ächtung
  • Partnerschaft 2021 zerbrochen, “Auswanderung” wider Willen, Exil in Mexiko

Kollegiale Reaktionen

Einzelne Kollegen haben sich solidarisiert. Mehrheitlich jedoch Distanzierung, auch von langjährigen Kollegen.

Pressereaktionen

  • Die regionalen Tageszeitungen in Duderstadt, Göttingen, im Harz, in Hannover und auch überregional berichteten insgesamt ca. 20 bis 30 Mal negativ und einseitig über meinen Fall.
  • Mehrere ausführliche Interviews, besonders zur Impfkritik gab es in Fernseh‑ und Radiosendungen im Hessischen Rundfunk, beim NDR, im MDR, bei Spiegel‑ TV, bei Arte und anderen Sendern ab 2020 in Abständen (stark zensiert und gekürzt!) immer mal wieder.
  • Auf zahlreichen alternativen Plattformen konnte ich dagegen meine Meinung offen, zumeist ungekürzt und unzensiert abgeben.

Ausblick

Trotz allem würde ich wieder so handeln. Meine Patienten hatten ein Recht auf individuelle ärztliche Beurteilung, und ich hatte die Pflicht, ihnen diese zu geben.

Ich wünsche mir, dass diese Dokumentation dazu beiträgt, dass die Öffentlichkeit erfährt, was Ärztinnen und Ärzten in diesem Land widerfahren ist – und dass sich so etwas nicht wiederholt.

Ich möchte betonen, dass ich wie meine mutigen Kollegen stets streng nach dem Hippokratischen Eid, dem Genfer Gelöbnis, der Ärztlichen Berufsordnung und dem Nürnberger Kodex zum Wohle und zum Schutz meiner zumeist minderjährigen Patienten gehandelt habe.

Chronologie

ab März 2020:
Beginn der Ausstellung von Maskenbefreiungen für Patienten mit med. Indikation
(ab Herbst 2019 bereits Ausstellung von Impfunfähigkeitsbescheinigungen zur Befreiung von der Masernimpfpflicht, später auch Befreiung von der Coronaimpfpflicht)
starke Präsenz auf Demos zur Kritik von Coronazwangsmaßnahmen und Impfpflicht
20.01.2021:
Erste Hausdurchsuchung in der Praxis, Beschlagnahme von Patientenakten, später bei den weiteren Razzien wurde auch die gesamte EDV konfisziert. Die Razzien (insgesamt 5, davon 2 bereits in Abwesenheit, als ich schon in Mexiko war) fanden jeweils im Winter und im Sommer statt. Genaue Termine sind bei meinen Unterlagen in Deutschland.
Februar 2022:
Dritte Polizeirazzia, Ende Februar 2022 Ausreise nach Mexiko wegen chron. PTSB und Angststörungen
ab März 2022:
Regelmäßige Atteste meiner behandelnden Psychiaterinnen aus Mexiko zu meinem Gesundheitszustand verzögern das Gerichtsverfahren
ab Frühjahr 2022:
Anklage durch Staatsanwaltschaft Göttingen wegen § 278 StGB Ausstellung von Maskenattesten (16 Fälle), Ausstellung von Impfunfähigkeitsbescheinigungen (2 Fälle), Beamtenbeleidigung, angeblicher Volksverhetzung und übler Nachrede gegen einen Impfarzt in meiner Heimatstadt
ab Juni 2022:
europäischer Haftbefehl für den gesamten Schengen‑ Raum, Inhaftierung am 1.12.23 nach Festnahme auf dem Züricher Flughafen (Verwandtenbesuch aus Deutschland geplant), Freilassung aus der Haft gegen Zahlung einer Kaution von 30.000 Euro am 12.12.23, Reisepass und Personalausweis wurden einbehalten, wöchentlich zweimalige Vorstellung in der Polizeidienststelle in Duderstadt bis zur Hauptverhandlung
Anfang Feb. 2024:
Hauptverhandlung am AG Duderstadt (1 Verhandlungstag, ca.3 Stunden), Anklagen von 5 auf 3 reduziert, da eine sogenannte “Einlassung” durch meinen Rechtsanwalt Prof. Dr. Michael Nagel, die Staatsanwaltschaft Göttingen und den Amtsrichter von Duderstadt zuvor ausgehandelt wurden
Februar 2024:
Urteil: 1 Jahr und 2 Monate auf Bewährung (Bewährungszeit 3 Jahre), 1000,00 Euro Geldstrafe, Voraussetzungen waren die Praxisschließung und damit der Verzicht auf weitere Ausübung meines Berufes und die erneute Ausreise nach Mexiko
Frühjahr 2024:
Stilllegung meiner ärztlichen Approbation durch die Niedersächsische Approbationsbehörde in Hannover, dadurch de facto vollständiges Berufsverbot in Deutschland und weltweit
Hinweis zur Verantwortlichkeit

Die Angaben in diesem Fallbericht stammen von der betroffenen Person selbst. Die Redaktion prüft, ob eine strafrechtliche oder berufsrechtliche Verfolgung vorliegt; die inhaltliche Richtigkeit jeder einzelnen Angabe kann sie nicht verifizieren. Für die Korrektheit der Darstellung ist die jeweilige Verfasserin bzw. der jeweilige Verfasser selbst verantwortlich.

Name
Dr. med. Carola Javid- Kistel
Fachgebiet
Allgemeinmedizin
Zusätzliche Qualifikationen
Homöopathie, (Naturheilverfahren)
Besondere Funktionen
Mitglied in einem ärztlichen Arbeitskreis für Homöopathie
Position
Inhaberin einer Privatarztpraxis für Homöopathie mit ca. 6.000 Patienten bis 2024
Standort
Duderstadt, Deutschland
Alter
60 Jahre
Praxis seit
1994
Verfolgt seit
ab April 2020
Dokumentiert seit
20.3.2026
Status
Verurteilt zu 1 Jahr und 2 Monate auf Bewährung, totales Berufsverbot
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