- Ich habe alle 54 Patienten persönlich kontaktiert, die meisten auch einbestellt und die Atteste auf Grundlage medizinischer Befunde (u.a. COPD, Asthma, Angststörungen) ausgestellt.
- Ich konnte manchen Patienten im Winter nicht zumuten, im Schnee oder auch einen weiten Weg zu fahren und habe mir dann immer sehr ausführlich einen Befundbericht per E-Mail zukommen lassen.
- Die Atteste entsprachen meiner ärztlichen Überzeugung und dem Genfer Gelöbnis.
- Ich habe nicht eine einzige Bescheinigung aus Gefälligkeit ausgestellt – ich habe mich auch bei Verwandten, Bekannten oder Mitstreitern geweigert
Trotz allem würde ich wieder so handeln.
Ich kann sehr stolz sein, wenn ich bis heute immer noch Achtung und Respekt von vielen Menschen erfahre. Ich bin dankbar für die höhere Führung in dieser Zeit.
Ich habe durch meine öffentlichen Auftritte und Reden vielen Menschen Mut gemacht und Orientierung gegeben. Meine Patienten hatten ein Recht auf individuelle ärztliche Beurteilung, und ich hatte die Pflicht, ihnen diese zu geben.
Ich bin auch dankbar dafür, dass diese Zeit die Augen geöffnet hat und dass ich mehr Stärke als Schwächung daraus mitgenommen habe.
Ich wünsche mir, dass diese Dokumentation dazu beiträgt, dass die Öffentlichkeit erfährt, was Ärztinnen und Ärzten in diesem Land widerfahren ist – und dass sich so etwas nicht wiederholt.
Am Tag nach Weihnachten erschien die Polizei überraschend zur Mittagszeit vor dem Privathaus von Dr. Wasmer. Das Einsatzfahrzeug war so platziert, dass es über die gesamte Straßenlänge von etwa 400 Metern für alle Nachbarn unübersehbar war. Der leitende Beamte war der Chef der örtlichen Polizeistation – derselbe, der bereits die Praxisdurchsuchung geleitet hatte. Noch vor der Hofeinfahrt teilte seine Begleiterin Dr. Wasmer mit, dass bei der Verhandlung am Landgericht seine finanzielle Situation vollständig offengelegt würde.
Für die Berufungsverhandlung wurde gezielt der kleinste Verhandlungssaal ausgewählt – in dem Wissen, dass zahlreiche Zuschauer erwartet wurden. Den großen Saal hatte man für einen Mordfall reserviert.
Wenige Minuten nach der richterlichen Anordnung, dass nur dreizehn Personen im Saal verbleiben dürften, traf eine offensichtlich vorinformierte Polizeieinheit ein. Was folgte, war ein Einsatz in Kompaniestärke: Sämtliche Ein‑ und Ausgänge des Gerichts wurden verriegelt, selbst die Zugänge zu den Toiletten mit Baubändern abgesperrt oder durch Polizei kontrolliert. Die Einsatzsirenen schreckten die gesamte Innenstadt auf. Querstehende Einsatzfahrzeuge blockierten die zentrale verkehrsberuhigte Straße für rund eine Stunde und behinderten sogar die Straßenbahn.
Nahezu einhundert der betroffenen Zuschauer unterzeichneten noch vor Ort eine Strafanzeige wegen acht Straftaten, die eine Rechtsanwältin auf Grundlage der unmittelbar angefertigten Protokolle erstattete. Der Eingang dieser Anzeige wurde erst nach über einem halben Jahr bestätigt – die Abweisung erfolgte mit einer zwölfseitigen, teilweise nachweislich fehlerhaften Begründung.
Die Angaben in diesem Fallbericht stammen von der betroffenen Person selbst. Die Redaktion prüft, ob eine strafrechtliche oder berufsrechtliche Verfolgung vorliegt; die inhaltliche Richtigkeit jeder einzelnen Angabe kann sie nicht verifizieren. Für die Korrektheit der Darstellung ist die jeweilige Verfasserin bzw. der jeweilige Verfasser selbst verantwortlich.
Fall #0022
Vorwurf: Ausstellung unrichtiger Gesundheitszeugnisse (21 Impfbefreiungsatteste und 7 Maskenbefreiungsatteste)
Fall #0005
Vorwurf: Demo-Teilnahmen und Verstöße gegen COVID-Maßnahmen als Privatperson
Fall #0016
Vorwurf: Ausstellung unrichtiger Gesundheitszeugnisse