Dr. med. Adolf Ludwig Wasmer

Dr. med. Adolf Ludwig Wasmer

Allgemeinmedizin  ·  Schliengen, Deutschland
Laufendes Verfahren, Berufung gegen Urteil eingelegt
Fallbericht — Dokumentation

Art der Verfolgung

  • Staatliche Strafverfolgung
  • Hausdurchsuchung
  • Öffentliche Diskreditierung
  • Polizeigroßeinsatz in laufendes Berufungsverfahren am 02.11.2023
  • Reduzierung der Zeugen von ca. 65 auf 13
  • Nötigung zum Tragen von FFP2-Masken
  • Verhör von Kindern unter 10 Jahren

Vorwurf

  • Ausstellung unrichtiger Gesundheitszeugnisse gem. § 278 StGB, konkret:
    38 Maskenbefreiungsatteste ohne persönliche Untersuchung ausgestellt zu haben
  • öffentlich Reden gehalten und die Gegnerschaft gegen das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung bekundet zu haben

Was ist tatsächlich passiert?

  • Ich habe alle 54 Patienten persönlich kontaktiert, die meisten auch einbestellt und die Atteste auf Grundlage medizinischer Befunde (u.a. COPD, Asthma, Angststörungen) ausgestellt.
  • Ich konnte manchen Patienten im Winter nicht zumuten, im Schnee oder auch einen weiten Weg zu fahren und habe mir dann immer sehr ausführlich einen Befundbericht per E-Mail zukommen lassen.
  • Die Atteste entsprachen meiner ärztlichen Überzeugung und dem Genfer Gelöbnis.
  • Ich habe nicht eine einzige Bescheinigung aus Gefälligkeit ausgestellt – ich habe mich auch bei Verwandten, Bekannten oder Mitstreitern geweigert
— Dr. med. Adolf Ludwig Wasmer

Aktueller Stand

  • Erstinstanzliches Urteil: Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu 80 €
  • Berufung eingelegt
  • Hauptverfahren am 02.11.23 mit Polizeieinsatz s.o.
  • Antrag auf Befangenheit
  • Nächster Termin am LG am 20.04.2026.
Auswirkungen — Dokumentation

Berufliche Auswirkungen

  • Ende der Kassenarzttätigkeit am 31.12.2020 aus Protest gegen die Coronapolitik
  • Wegfall des entsprechenden Einkommens
  • Durch Rufschädigung Reduktion des aus Privatpraxis generierten Einkommens

Finanzielle Auswirkungen

  • Anwaltskosten bisher über 5.000 €
  • Behinderung bei ärztlichen Aktivitäten wie Vorträgen und Kursen

Persönliche Auswirkungen

  • Schlafstörungen, Alpträume
  • Depressive Episoden nur im Jahr 2025 wegen Abweisung der Befangenheit und fortgesetzter Verfahrensführung durch Richter Dr. Klein
  • Rufschädigung durch falsche oder verhinderte Medienberichterstattung

Kollegiale Reaktionen

  • Einzelne Kollegen haben sich solidarisiert.
  • Mehrheitlich jedoch Distanzierung, auch von langjährigen Kollegen, was ich aber nicht misse.

Pressereaktionen

  • Die regionalen Tageszeitungen berichteten rufschädigend und voreingenommen.
  • Sehr wichtige Geschehnisse wie der Polizeisturm und die Verpflichtung zum Tragen der Masken im November 2023 wurden bewusst völlig verschwiegen.

Ausblick

Trotz allem würde ich wieder so handeln.
Ich kann sehr stolz sein, wenn ich bis heute immer noch Achtung und Respekt von vielen Menschen erfahre. Ich bin dankbar für die höhere Führung in dieser Zeit.

Ich habe durch meine öffentlichen Auftritte und Reden vielen Menschen Mut gemacht und Orientierung gegeben. Meine Patienten hatten ein Recht auf individuelle ärztliche Beurteilung, und ich hatte die Pflicht, ihnen diese zu geben.
Ich bin auch dankbar dafür, dass diese Zeit die Augen geöffnet hat und dass ich mehr Stärke als Schwächung daraus mitgenommen habe.

Ich wünsche mir, dass diese Dokumentation dazu beiträgt, dass die Öffentlichkeit erfährt, was Ärztinnen und Ärzten in diesem Land widerfahren ist – und dass sich so etwas nicht wiederholt.

Chronologie

April 2020:
Erste öffentliche Reden, bald Organisation von Protestveranstaltungen, ab Herbst Maskenbefreiungen
11.05.2021:
Unangemeldete Praxisdurchsuchung zunächst in meiner Abwesenheit mit Beschlagnahme von Patientenakten
Weihnachten 2021:
Unerlaubtes Fotografieren meines Privathauses an Weihnachten 2021
21.08.2021:
Strafbefehl wegen Ausstellens unrichtiger Gesundheitszeugnisse in 57 Fällen
14.04.2022:
Urteil wegen des Ausstellens von 10 Befreiungen ohne Untersuchung in der Praxis;
Geldstrafe in Höhe von 50 Tagessätzen zu je 80€
14.03.2022:
Staatsanwaltschaft Freiburg legt Berufung ein
18.03.2022:
Verteidigung legt Rechtsmittel (Berufung) ein
26.06.2023:
Termin zur Hauptverhandlung; Termin wird wegen Erkrankung der Verteidigung verschoben auf 02.11.2023
02.11.23023:
Hauptverfahren am Landgericht in Freiburg; Einsatz von Polizei in Kompaniestärke wegen angeblich drohendem Landfriedensbruch, Reduzierung der Zeugen um ca. 80 %, Zwang zum Tragen abgelaufener FFP2-Masken mit Polizeigewalt
02.11.2023:
Abbruch der Verhandlung durch Verteidigung mit Antrag auf Befangenheit des Richters und der Schöffen
09.04.2024:
Ablehnung des Gesuchs auf Befangenheit durch dasselbe Landgericht
26.02.2025:
Ladung zur Wiederaufnahme der Hauptverhandlung durch denselben am 02.11.2023 abgelehnten Richter
18.11.2025:
Mitteilung durch Landgericht an neue Verteidigung, dass der Richter Dr. Klein abgelöst und die Verhandlung durch den vorsitzenden Richter Dr. Bleckmann erfolgen wird; er lädt über 23 Zeugen ab. Es verbleiben nur noch Anschuldigungen in 8 Fällen; Kinder sind nicht mehr geladen
01.12.2025:
Verschiebung wegen Erkrankung der Verteidigung
20.04.2026:
Neuer Termin für Hauptverhandlung am Landgericht
Weitere Informationen

Der Polizeieinsatz am 27. Dezember 2021

Am Tag nach Weihnachten erschien die Polizei überraschend zur Mittagszeit vor dem Privathaus von Dr. Wasmer. Das Einsatzfahrzeug war so platziert, dass es über die gesamte Straßenlänge von etwa 400 Metern für alle Nachbarn unübersehbar war. Der leitende Beamte war der Chef der örtlichen Polizeistation – derselbe, der bereits die Praxisdurchsuchung geleitet hatte. Noch vor der Hofeinfahrt teilte seine Begleiterin Dr. Wasmer mit, dass bei der Verhandlung am Landgericht seine finanzielle Situation vollständig offengelegt würde.

Der Skandal am Landgericht Freiburg – 02.11.2023

Für die Berufungsverhandlung wurde gezielt der kleinste Verhandlungssaal ausgewählt – in dem Wissen, dass zahlreiche Zuschauer erwartet wurden. Den großen Saal hatte man für einen Mordfall reserviert.

Wenige Minuten nach der richterlichen Anordnung, dass nur dreizehn Personen im Saal verbleiben dürften, traf eine offensichtlich vorinformierte Polizeieinheit ein. Was folgte, war ein Einsatz in Kompaniestärke: Sämtliche Ein‑ und Ausgänge des Gerichts wurden verriegelt, selbst die Zugänge zu den Toiletten mit Baubändern abgesperrt oder durch Polizei kontrolliert. Die Einsatzsirenen schreckten die gesamte Innenstadt auf. Querstehende Einsatzfahrzeuge blockierten die zentrale verkehrsberuhigte Straße für rund eine Stunde und behinderten sogar die Straßenbahn.

Nahezu einhundert der betroffenen Zuschauer unterzeichneten noch vor Ort eine Strafanzeige wegen acht Straftaten, die eine Rechtsanwältin auf Grundlage der unmittelbar angefertigten Protokolle erstattete. Der Eingang dieser Anzeige wurde erst nach über einem halben Jahr bestätigt – die Abweisung erfolgte mit einer zwölfseitigen, teilweise nachweislich fehlerhaften Begründung.

Hinweis zur Verantwortlichkeit

Die Angaben in diesem Fallbericht stammen von der betroffenen Person selbst. Die Redaktion prüft, ob eine strafrechtliche oder berufsrechtliche Verfolgung vorliegt; die inhaltliche Richtigkeit jeder einzelnen Angabe kann sie nicht verifizieren. Für die Korrektheit der Darstellung ist die jeweilige Verfasserin bzw. der jeweilige Verfasser selbst verantwortlich.

Name
Dr. med. Adolf Ludwig Wasmer
Fachgebiet
Allgemeinmedizin
Zusätzliche Qualifikationen
Naturheilverfahren, Anästhesiologie, Physikalische Medizin, Psychosomatik
Besondere Funktionen
In der Zeit 1980 bis 1089 auch ärztlicher Leiter der Fachschwester / Pflegerausbildung Anästhesie und Intensivmedizin, Luftrettung am Matterhorn.
Selbstversuche: Besteigung der 10 höchsten Berge ohne Nahrung – nur mit Wasser
Position
Inhaber einer Hausarztpraxis mit 2 angestellten Helferinnen und ca. 500 Stammpatienten
Standort
Schliengen, Deutschland
Alter
74 Jahre
Praxis seit
1980
Verfolgt seit
Februar 2021 (erste Anfrage durch Reporter, erste Hausdurchsuchung am 11.05.2021)
Dokumentiert seit
29.3.2026
Status
Laufendes Verfahren, Berufung gegen Urteil eingelegt
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