Patientenbriefe

Ärzte, die Maskenbefreiungen ausstellten, taten dies nicht leichtfertig — sie taten es, weil ihre Patienten litten. Die folgenden Zuschriften zeigen, was diese ärztlichen Atteste für die betroffenen Familien bedeuteten: Erleichterung, Würde und ein Stück Normalität in einer Zeit, die all das zu nehmen drohte.

Die Briefe wurden anonymisiert.

Sie wissen gar nicht, was für ein Stein von meinem Herzen gerade gefallen ist. Mein Sohn ist vor Freude in Tränen ausgebrochen.

— Mutter eines 6-Jährigen — nach Erhalt der Maskenbefreiung

Eine 13-jährige Tochter, die — als sie hörte, dass es die Möglichkeit einer Befreiung für sie geben könnte — vor Freude oder Rührung weinte. Sie litt so sehr unter der Maske!

— Familienangehörige

Was Masken mit Kindern machen

Joel, 8 Jahre

Joel hatte nie eine Maske getragen. Für die Befreiung machte die Familie einen Tragetest — nur 30 Minuten Matheaufgaben mit Maske:

»Joel konnte durch das Tragen der Maske kaum sehen. Er hatte nach den 30 Minuten mittlere Kopfschmerzen und es war ihm leicht schwindelig. Er ist schlapp und müde, konnte nicht mehr richtig denken — wie ein Knoten im Kopf, hat er gesagt. Er kam beim Lösen der Aufgaben nicht richtig voran. Mathe ist sein Lieblingsfach und es fällt ihm normalerweise sehr leicht. Die Freude, die er normalerweise beim Lösen von Matheaufgaben hat, war nicht da.«

Lea, 16 Jahre — Joels Schwester

Lea machte etwa 45 Minuten mit Maske Hausaufgaben:

»Sie war hinterher fix und fertig, so kenne ich meine Tochter nicht. So kraftlos und niedergeschlagen ist sie sonst nur, wenn sie krank ist. Sie klagte über mittlere bis starke Kopfschmerzen, Gleichgewichtsstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und wackelige Beine.«

Vielleicht bin ich die einzige Erzieherin in A., deren Gesicht für die Kinder sichtbar ist — immer und jederzeit. Und weil ich Leitung bin, kann ich Kolleginnen, Praktikanten und Eltern sagen: Wegen mir kann jeder seine Maske runtertun bei uns. Und viele sind froh darüber. Dein Dienst hat so vielen geholfen!

— Kita-Leiterin aus A.

S. und der Rechtsanwalt

S. wohnt mitten in Frankfurt, in einem Gebiet mit Maskenpflicht auch im Freien. Er setzte sein Attest fleißig ein – mittlerweile kannten ihn alle, auch die Polizei, die dort regelmäßig Streife ging.

Eines Tages wurde er von einem aufgebrachten Rechtsanwalt angepflaumt, weil er keine Maske trug. Der drohte ihm, die Polizei zu rufen, und behauptete, das Attest von S. wäre nicht echt.

Der Rechtsanwalt ging tatsächlich zur Polizei – und kam mit den Beamten zu S. zurück. Es waren aber genau die Polizisten, die S. bereits kannten. Die Sache war schnell geklärt: Hier hat alles seine Ordnung.

Doch der Rechtsanwalt wurde so wütend, dass er sich die eigene Maske herunterriss, um S. so richtig anbrüllen zu können. Die Polizisten sagten nur: »So geht das aber nicht. Das kostet jetzt 50 Euro.« – Und der Rechtsanwalt musste zahlen.

Maskenfrei nach Kreta

»Im November sind wir nach Kreta gereist und haben auf dem ganzen Weg keine Maske getragen. Die Stationen waren: Taxi, Zug, Flughafen Frankfurt, Flugzeug, Flughafen Heraklion, Autovermietung, LIDL.

Unter Hunderten Menschen im Flughafen, von denen sich viele vor dem COVID-Testzentrum anstellten, waren wir die einzigen Unmaskierten — gefundenes Fressen für mehrere Kontrollen durch die Bundespolizei. Unsere Atteste hielten jeweils stand.

Fürs griechische Flugzeug hatten wir englische Atteste, die dort großen Aufwand verursachten. Im Cockpit wurde besprochen, was zu tun sei. Man entschied sich, uns neue Bordkarten für distanzierte Sitzplätze auszudrucken. So wurden wir zwar wie Aussätzige behandelt, aber zum Glück nur innerhalb und nicht außerhalb des Flugzeugs ausgesetzt.«

Mit einem kleinen Attest fing alles an — und herausgekommen sind selbständig denkende Kinder und Eltern, die wie Löwen alles wegbeißen, was sich ihnen in den Weg stellt. Noch nie haben wir als Familie jemals einen Test gemacht. Die Kinder gehen nicht mehr in die Schule und haben das freie Lernen für sich entdeckt. Wir kämpfen weiter — für unsere Kinder, für Ärzte wie Sie.

— Mutter zweier Kinder

Unsere Tochter Sabine hat eine geistige Beeinträchtigung und eine hochsensible, überängstliche Veranlagung. Sie bekommt beim Tragen der Maske sofort Panikattacken. Deshalb konnten wir manche ärztliche Behandlung und Therapie nicht mehr wahrnehmen. Ihr Hausarzt verweigerte eine Maskenbefreiung — er war der Meinung, eine Corona-Infektion wäre schlimmer als ihre Angstzustände.

— Eltern einer 21-Jährigen mit Beeinträchtigung

Ihr Attest hat wirklich immer wieder Freiheit geschenkt. Unter anderem auch im Sommerurlaub, wo wir die einzigen Gäste ohne Maske im Hotel sein durften. Es wurde von der Hotelleitung akzeptiert, wenngleich wir von anderen Gästen angefeindet wurden. Ihr Attest wurde in meinem Fall bei Vorlage nie in Frage gestellt.

— Patientin

Ich will Dir noch einmal danken für die zwei Jahre Freiheit, die Du uns durch die Maskenatteste geschenkt hast. Unvergesslich neben unzähligen befreiten Einkäufen die eine Demo in Frankfurt, wo ich mindestens 20-mal von der Polizei angehalten wurde und das Attest vorzeigen musste. Die Hauptauseinandersetzung war jedes Mal, dass ich ihnen erklären musste, dass man mit den Augen und nicht mit den Händen liest.

— Patient

»Du hast uns wertvolle Lebenszeit geschenkt — während sich der Rest der Welt in die Gewalt von Wahnsinnigen begab. Das werden wir Dir NIE vergessen.«

»Ich werde für immer dankbar sein für das Attest, das Du mir ausgestellt hast. Habe es immer noch in meinem Geldbeutel aufbewahrt. Man weiß ja nie, wann die wieder so eine Pandemie planen…«

Der Arzt hinter diesen Attesten

Günther Riedl, Kinder- und Jugendarzt aus Uelzen, stellte die Maskenbefreiungen aus, für die ihm diese Dankesschreiben zugeschickt wurden. Dafür wurde er strafrechtlich verfolgt.

Zum Fall von Dr. Günther Riedl