an Dr. med. univ. Peer Eifler
Im Frühjahr und Sommer 2020 erreichten Dr. med. univ. Peer Eifler über 20.000 E-Mails von Menschen, die um ein Attest zur Befreiung von der Maskenpflicht baten. Aus diesem Bestand hat er 291 Originalzitate zusammengestellt – 46 davon sind hier in anonymisierter Form dokumentiert.
Die Zitate zeigen, in welcher Not sich Patienten, Eltern und Kinder befanden. Einzelne Angaben, die Rückschlüsse auf konkrete Personen zulassen könnten, wurden entfernt. Die Auszüge sind sprachlich nur leicht gestrafft, der Wortlaut bleibt erhalten.
Ich bin ein Papa, der seine Kinder liebt. Meine Söhne, 14 und 9 Jahre alt, bekommen Beklemmungen und Panikattacken, wenn sie die Maske im Gesicht haben. Bitte stellen Sie uns ein Attest aus, dass aus gesundheitlichen Gründen keine Maske getragen werden kann.
Es geht um meine 7-jährige Tochter. Sie bekommt Atemnot, Panikattacken und Kopfschmerzen. Seit ein paar Tagen geht mein Kind nicht zur Schule, weil sie Bauchkrämpfe und Albträume wegen der Situation hat.
Unsere kleine Tochter wird dieses Jahr eingeschult. Sie ist gerade sechs geworden und versteht nicht, warum Menschen Maske tragen. Beim Abschied im Kindergarten weinte sie so bitterlich, dass ich sie schließlich zuhause ließ.
Mein Sohn musste bei 35 °C mit Maske eine Wanderung machen – bergab und einen Kilometer bergauf. Er sieht Sternchen, hat Schwindelanfälle, kommt heulend nach Hause und sagt, er wolle nicht mehr leben. Er ist elf.
Mein ältester Sohn (13) reagiert sehr sensibel auf seine Umwelt und hat große Probleme mit der Maskenpflicht. Heute habe ich die Lehrerin per SMS gebeten, ihm im Kochunterricht die Maske unter der Nase zu erlauben, damit er Luft bekommt – vergeblich.
Meine Tochter, 6 Jahre alt, hat eine Pollen- und Gräser-Allergie und ist schon damit gestraft genug. Mit Maske ist es nur noch schlimmer.
L., 8 Jahre alt, Grundschülerin. Angst, dass Corona nie wieder verschwindet (fast täglich Thema). Sozialleben und Freizeitaktivitäten stark eingeschränkt. Häufig traurig. Nah am Wasser gebaut.
V., 16 Jahre, in Ausbildung: Hyperventilation auf der Arbeit, bekommt schlecht Luft, Kopfschmerzen, Hitzewallungen. Hatte einen Schwächeanfall zuhause und ist auf die Treppe gefallen. Trägt die Maske rund sechs Stunden am Tag.
Meine beiden Kinder, 16 und 18 Jahre alt, beide am Gymnasium in der Oberstufe, wurden gezwungen, den kompletten Tag mit Maske zu verbringen. Meine Tochter hatte zehn Stunden Schule. Sie kam nach Hause mit Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit. Ich bin so wütend.
Meine Tochter lernt Friseurin im ersten Lehrjahr und ist verpflichtet, eine Maske zehn Stunden am Tag zu tragen. Ihr ist ständig schwindelig und sie leidet sehr darunter.
Ich darf wegen meiner Atemprobleme ohne Maske einkaufen – und muss mich trotzdem ständig rechtfertigen. Es ist sehr bedauerlich, dass man 2020 Mut haben muss, um die Wahrheit zu sagen.
Ich bin Asthmatikerin und bekomme schon allein bei dem Gedanken, eine Maske tragen zu müssen, Atemprobleme und Panikattacken.
Vor knapp 40 Jahren hatte ich einen schweren Unfall, bei dem von der Nase bis zur Stirn viele Gesichtsknochen zertrümmert wurden, unter anderem der Riechkolben. Innerhalb der letzten drei Jahre wurde ich zweimal an der Nase operiert. Das Luftbekommen hat sich dadurch nur minimal verbessert.
Status post mechanischer Aortenklappenersatz aufgrund einer hochgradigen Aortenstenose. Beim Tragen dieser Schutzmasken bekomme ich Sauerstoffmangel und Panikattacken.
Ich bin schon zwei Mal wegen Kreislaufbeschwerden zusammengefallen und wurde wegen sehr niedrigen Blutdrucks ins Spital eingeliefert. Ich habe meinen Hausarzt um ein Maskenattest gebeten. Er hat sich geweigert. Ich bin echt verzweifelt.
Meine Hausärztin verweigert mir trotz Herzschwäche und Atembeschwerden die Ausstellung eines Attests, weshalb ich im Internet auf die Suche nach Alternativen gegangen bin.
Ich habe Hashimoto-Thyreoiditis und immer wieder Panikattacken und Kreislaufprobleme. Wenn ich diese Masken trage, bekomme ich Luftnot und mein Hals schnürt sich zu. Die Ärzte hier im Umkreis stellen pauschal keine Atteste mehr aus. Ich wurde am Telefon abgewimmelt.
Seit meiner Geburt bin ich blind und durch das Tragen der Maske fühle ich mich noch mehr abgekapselt; auch das Atmen fällt mir schwer.
Ich habe seit Jahren einen Hörschaden und eine 60-Prozent-Behinderung. Ich trage Hörgeräte. Für mich ist dieser Maskenumstand fürchterlich – ich verstehe nichts und fühle mich total eingeschränkt und verloren.
Meine Beschwerden sind Atemnot, Schwindel bis hin zur Panikattacke beim Tragen der Maske. Außerdem hatte ich als junge Frau ein schlimmes Erlebnis, bei dem ich gewürgt wurde. Seither kann ich nichts über die Nase oder zu nah am Hals tragen.
Ich leide an starker Klaustrophobie. Wenn ich die Maske über die Nase ziehen muss, bekomme ich Schweißausbrüche und Panik und habe das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen.
Ich bin in Invaliditätspension wegen ADHS, saisonaler Depressionen und Persönlichkeitsstörung. Mir ist es unmöglich, die Maske zu tragen. Da ich durch Schwindel in Panik verfalle und dann nur noch Menschen sehe, die mich anstarren, habe ich große Angst.
Ich habe verschiedene Diagnosen, insbesondere eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung. Durch das Tragen von Mundschutz kommt es immer wieder zu heftigen Flashbacks und zu Angstzuständen.
Ich erhalte Teilrente wegen Traumatisierung und Angststörung nach dem Suizid meines geliebten Sohnes.
Ich wurde bereits trotz einer ärztlichen Bestätigung, in der aufgeführt ist, dass ich keine Maske tragen darf, aus einem Lebensmittelgeschäft und aus einer Zahnarztpraxis verwiesen. Meine Tochter musste dann mit ihren neun Jahren allein im Wartezimmer warten.
Eine Maske längere Zeit zu tragen lässt mich schlechter atmen. Ich werde unruhig. Das Schlimmste ist die psychische Belastung. Zwischenzeitlich hatte ich stark erhöhte Entzündungswerte nach einer Blutabnahme, weil mich das Ganze psychisch voll nach unten zieht.
Ich habe fünf Jahre Angststörungen hinter mir, inklusive Suizidversuchen. Seit 2014 geht es mir sehr gut – ich habe mich endlich getraut, alle Tabletten abzusetzen. Ich mag diese Maskenpflicht nicht mitmachen.
Letzten Freitag bin ich im Supermarkt fast hinausgeworfen worden. Ich bekam wirklich keine Luft mit der Maske und sagte das den Mitarbeitern. Vor der Kassa baute sich ein Security-Mitarbeiter vor mir auf, blieb hart und wollte mich nicht bezahlen lassen. Vor allen Leuten bekam ich einen völligen Nervenzusammenbruch.
Mein Mann musste sämtliche Außentermine wie Einkaufen oder Behördengänge übernehmen. Ich traue mich nicht einmal zum Bäcker oder in den Supermarkt wegen der Maske und bin vollständig abhängig von Nachbarn.
Beschwerden: Atemnot, Schwindel, Schleimbildung, Hautrötungen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Herzstolpern, bei Anstrengung angehende Hyperkapnie. Ich denke, das müsste reichen.
Ich bekomme Atemnot, Schwindel, Kreislaufbeschwerden, Panikattacken. All diese Beschwerden treten bei jedem Mund-Nasen-Schutz auf, auch bei sogenannten Face Shields.
Ich bin Berufsfeuerwehrmann und Notfallsanitäter. Seit Monaten habe ich Schlafstörungen und fast zehn Kilo abgenommen. Meine Hausärztin verweigert mir ein Attest und möchte mich lieber in eine Psychotherapie stecken. Aber wer muss hier wirklich behandelt werden?
Ich arbeite im Krankenhaus. Es ist absolut unwürdig, alten, kranken, dementen Patienten den Mundschutz zu verpassen und ihnen vermummt entgegenzutreten. Wohin sind wir gekommen?
Als Fahrlehrer verbringe ich bis zu zwölf Stunden am Tag im Auto. Durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist die Kommunikation mit meinen Kunden extrem eingeschränkt. Bei hohen Temperaturen im Auto treten Atembeschwerden und Kopfschmerzen auf; auch ein Plexiglas-Schild führt zu Lichtbrechungen, sodass ich Gefahren manchmal nicht rechtzeitig erkenne.
Bei meinem früheren Beruf in der Maschine zur See mussten wir oft mit Vollmaske und Atemgerät in engen Räumen üben. Das Einatmen von Schiffsabgasen bewirkt noch heute, 30 Jahre danach, Panikzustände.
Ich arbeite mit meiner Frau in einem Jugendhof und leite eine stationäre Familiengruppe. Meine Kids beklagen alle die aktuelle Situation. Bis auf eines der Kinder zeigen alle Symptome, die sie vorher nie hatten.
Eine Maske wäre für meine Klientin im Altenheim der Tod. Ich besuchte sie über zehn Jahre als Besuchsdienst-Mitarbeiterin gemeinsam mit meiner Tochter. Seit März kann ich sie nicht mehr sehen. Wir leiden beide sehr unter der Trennung.
Ich bin nun in der 17. Woche schwanger und habe wirklich große Angst, dass mein Baby und ich zu wenig Sauerstoff bekommen. Wenn ich ohne Maske unterwegs war, wurde ich von vielen fremden Menschen fertig gemacht. Bitte helfen Sie mir.
Ich bin bald 35 Jahre alt und erwarte mein viertes Kind. Beim Tragen einer Maske leide ich unter Schwindel, Herzklopfen, akuter Atemnot, Schweißausbrüchen – und zusätzlich Angst und Panik um das Baby.
Was ich unter „Beschwerden" fast vergessen hätte, ist das ständige Gefühl der Demütigung, wenn ich mit Maske in öffentlichen Verkehrsmitteln bin und gleichzeitig die vielen unglücklichen Maskierten anschauen muss.
Mein Mann hatte vor fünf Wochen einen Herzstillstand von 15 Minuten. Er liegt im Wachkoma auf der Neurologie. Wir gehen jeden Tag zu Besuch und reden sehr viel mit ihm – aber wir müssen Masken tragen. Ich habe Angst, dass er uns nicht erkennt.
Bitte für meine Mutter – mit bald 84 Jahren ist ihr das Tragen grundsätzlich verhasst und ein Stress, der ihren Blutdruck und Zuckerspiegel regelmäßig in die Höhe treibt.
Mich macht der Wahnsinn emotional fertig. Ich kann diese Maßnahmen aus emotionalen Gründen nicht mitmachen. Ich bitte um ein Attest.
Ich danke Ihnen wie verrückt. Mir geht es jetzt besser wegen Ihnen.
Vielen herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort, Sie machen mich gerade zum glücklichsten Menschen.
Vielen Dank für Ihren aufrichtigen Einsatz. Die Welt braucht mehr von Ärzten wie Ihnen.
Dr. med. univ. Peer Eifler, Allgemeinmediziner aus Bad Aussee, stellte die Atteste aus, um die ihn diese Menschen baten. Dafür wird er bis heute strafrechtlich und berufsrechtlich verfolgt – er lebt seit März 2021 im Exil in Ostafrika.